In unserer heutigen Podcastfolge geht’s um Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit und damit die härteste Währung für Marken.
Zumindest im Wisch-und-Weg-Segment gilt dabei die Marke Frosch als der ungekrönte König. Den Haushaltsreinigern mit der freundlichen Amphibie auf der Flasche trauen Verbraucher offenbar zu, dass sie nicht nur sauber machen, sondern auch sauber sind. Wie erwirbt man sich einen solchen Vertrauensvorschuss? Wie bringt man die angeblich so geizigen Deutschen dazu, für ein nachhaltigeres Produkt ein paar mehr Cent mehr auf den Kassentresen zu legen?
„Harte Arbeit“ lautet die Erklärung von Reinhard Schneider, unserem Gast in der heutigen Podcastfolge. Reinhard Schneider ist Chef eines Mainzer Familienunternehmens, das Erdal Schuhpflege und Frosch Haushaltsreiniger herstellt und Letztere konsequent nachhaltig ausgerichtet hat. Im Gespräch erzählt er, wieso Nachhaltigkeit Spaß machen sollte, er bei Greenwashing aber keinerlei Spaß versteht. Hart ins Gericht geht er mit Konkurrenten, die seiner Meinung nach das Verbrauchervertrauen kaputtmachen. Der Konkurrenz von Procter & Gamble schickte er Anwälte ins Haus, dem Wettbewerber Henkel eine Cessna, die mit einem Protestbanner über der Firmenzentrale kreiste. „Bei Nachhaltigkeit sei es wie im Schwimmbad: die Firmen stehen am Beckenrand und übertreffen sich gegenseitig mit Ankündigungen. Doch kaum jemand springt“, kritisiert der Familienunternehmer.
Dabei zahle sich eine konsequent nachhaltige Ausrichtung aus, sagt Reinhard Schneider kann dies mit harten Fakten belegen. Seit er die Firma mit dem Frosch übernommen und auf Nachhaltigkeit getrimmt hat, hat sich ihr Umsatz verdreifacht. Wie er die 600 Millionen Euro-Marke gerissen und den Härtetest beim Verbraucher überstanden hat, erzählt der Frosch-Mann in unserer neuesten Episode. Für die gibt es eine harte Hörempfehlung!